Kippschutz für Schränke, Regale und Kommoden nachrüsten
Ein umkippender Kleiderschrank ist keine Seltenheit. Sobald eine Schublade weit herausgezogen oder eine Tür gleichzeitig geöffnet wird, verlagert sich der Schwerpunkt nach vorn. Bei hohen, schmalen Möbeln reicht oft schon ein kräftiger Ruck, damit die gesamte Konstruktion ins Kippen gerät. Besonders gefährlich wird es, wenn Kinder im Haushalt leben, die Schubladen als Kletterhilfe nutzen oder Türen schwungvoll aufreißen. Die gute Nachricht: Mit einfachen Mitteln lässt sich dieses Risiko dauerhaft beseitigen.
Bevor Sie einen Kippschutz montieren, sollten Sie prüfen, ob der Untergrund überhaupt tragfähig ist. Eine Leichtbauwand aus Gipskarton hält eine Schraube nur dann sicher, wenn sie in einem Ständerwerk oder in einer geeigneten Dübelkonstruktion verankert wird. Massivwände aus Beton oder Ziegel bieten dagegen guten Halt. Entscheidend ist außerdem, dass das Möbelstück selbst stabil steht und nicht bereits von sich aus wackelt. Wenn eine Kommode auf unebenem Boden kippelt, sollten Sie zuerst den Stand korrigieren – praktische Hinweise dazu, wie Sie eine wackelige Kommode stabilisieren und an der Wand befestigen, finden Sie bei raumundsinn.de, bevor Sie mit der eigentlichen Sicherung beginnen.
Für die Nachrüstung stehen verschiedene Systeme zur Verfügung. Am gebräuchlichsten sind Winkel aus Metall, die oben am Möbelrücken und an der Wand verschraubt werden. Sie kosten nur wenige Euro und lassen sich mit einem Akkuschrauber in kurzer Zeit montieren. Alternativ gibt es flexible Kippschutzbänder, die ein gewisses Spiel zulassen und sich für Möbel eignen, die gelegentlich verrückt werden müssen. Bei Schubladenschränken empfiehlt sich zusätzlich eine Kindersicherung, die das gleichzeitige Herausziehen mehrerer Schubladen verhindert. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Schrauben lang genug sind und die Wand vollständig durchdringen.
Kontrollieren Sie die Befestigung zweimal jährlich, denn Schrauben können sich durch Vibrationen oder häufiges Öffnen lockern. Auch ein Umzug ist ein guter Anlass, den Kippschutz zu überprüfen und gegebenenfalls neu anzubringen. Wer die Sicherung konsequent umsetzt, schützt nicht nur Kinder, sondern auch Haustiere und sich selbst vor schweren Verletzungen durch umstürzende Möbel.