CO2-Düngung im Aquarium: Pflanzenversorgung richtig verstehen
Pflanzen im Aquarium betreiben Photosynthese und benötigen dafür Kohlendioxid als Kohlenstoffquelle. Unter Wasser ist CO2 jedoch deutlich knapper als an Land, weil die Diffusion im Wasser etwa zehntausendmal langsamer abläuft. Zwar produzieren Fische und Bakterien bei der Atmung CO2, doch reicht diese Menge in den meisten Becken nicht aus, um ein dichtes Pflanzenwachstum zu ermöglichen. Sinkt der CO2-Gehalt unter etwa 10 bis 15 mg/l, stellen viele Pflanzen ihr Wachstum ein, verlieren Blätter oder vergilben. Besonders schnell wachsende Stängelpflanzen und Teppichpflanzen zeigen diesen Mangel zuerst.
Wer den Pflanzen etwas Gutes tun will, sollte zunächst die Ursache des Problems kennen. Ein Blick auf den gesamten Nährstoffhaushalt hilft, denn oft fehlt es nicht nur am CO2, sondern auch an Spurenelementen oder Kalium. Wer sich unsicher ist, welche Präparate sinnvoll sind, findet bei Dünger fürs Pflanzenbecken eine übersichtliche Einordnung von Flüssigdünger, Bodendünger und den typischen Mangelerscheinungen. Erst wenn Licht, Makronährstoffe und Mikronährstoffe stimmen, entfaltet eine zusätzliche CO2-Versorgung ihre volle Wirkung.
Eine CO2-Anlage wird dann notwendig, wenn das Becken stark beleuchtet ist, viele Pflanzen auf engem Raum wachsen oder der gemessene CO2-Wert dauerhaft unter 15 mg/l liegt. In solchen Fällen steigert eine geregelte Zufuhr das Wachstum deutlich, fördert die Farbausbildung roter Blätter und hemmt Algen, weil die Pflanzen Nährstoffe schneller aufnehmen. Wichtig ist eine konstante Versorgung während der Beleuchtungsphase, idealerweise zwischen 20 und 30 mg/l. Zu hohe Werte schaden Fischen und Wirbellosen, deshalb gehört ein Dauertest oder eine pH-Kontrolle zur Grundausstattung.
Nicht jedes Aquarium braucht eine CO2-Anlage. Becken mit geringer Beleuchtung, langsamer wachsenden Pflanzen oder wenigen Fischen kommen häufig ohne zusätzliche Zufuhr aus. Wer jedoch ein dichtes Pflanzenbecken mit anspruchsvollen Arten pflegt, wird an einer zuverlässigen CO2-Quelle kaum vorbeikommen. Entscheidend ist, die Versorgung an Lichtintensität, Besatz und Pflanzenmasse anzupassen und regelmäßig zu kontrollieren, statt blind zu dosieren.